NEUJAHRSKONZERT mit dem HARTLIEB SEPTETT

Septette von Berwald und Beethoven
Jessica Hartlieb (Violine), Roman Strößner (Viola), Cornelius Bönsch (Violoncello),
Rolf Schamberger (Kontrabass), Felix Löffler (Klarinette), Shunsuke Ohmori (Fagott)
und Roland Bosnyák (Horn)


Gemeinschaftsveranstaltung mit der Stadt Weißenburg

Mit Ludwig van Beethovens Septett in Es-Dur, op. 20 möchte die vhs Weißenburg gemeinsam mit Ihnen das Jahr 2022 als verlängertes Beethoven-Jahr eröffnen. Es handelt sich um das zu Beethovens Zeiten meistgespielte Werk aus seiner Feder. Das Werk erfreute sich zu seiner Zeit sogar so großer Beliebtheit, dass er es selbst außerdem zu einem Klaviertrio umschrieb. Das sechssätzige Septett ist besetzt mit Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Klarinette, Fagott und Horn. Sein Reiz liegt in eben dieser Vielfalt begründet, in der sich Einflüsse der Symphonie, des Solokonzerts und der Kammermusik überlagern. Einerseits wirkt es wie ein kammermusikalischer Nachfahre der Sinfonia concertante, wobei Violine, Klarinette und Horn als Soloinstrumente fungieren; erstere erhält im Finale sogar eine Cadenza. Die Form kombiniert die vier Sätze einer Symphonie mit zwei Intermezzi im Stil des Wiener Divertimento. Schon in der Adagio-Einleitung zum ersten Satz wird die Rollenverteilung deutlich: Auf der einen Seite fungieren die vier Streicher wie ein Streichorchester in der Symphonie, nur dass die zweite Geige fehlt und dem einzigen Geiger damit solistische Aufgaben zuwachsen – technisch höchst anspruchsvolle Passagen schon in der Introduktion. Die drei Blasinstrumente treten teils den Streichern als geschlossene „Bläserharmonie“ gegenüber, teils solistisch hervor, wobei besonders die Klarinette als Widerpart zur Geige agiert. Kopfsatz und Finale verweisen zumal durch ihre langsamen Einleitungen auf die ersten beiden Sinfonien. Das Adagio cantabile wirkt wie ein Vorläufer zum Adagio der vierten Sinfonie, und das Scherzo erscheint wie eine Studie zu den Scherzi bis hin zur „Eroica", Beethovens dritter Sinfonie. Das Menuett dagegen hat Beethoven beispielsweise aus seiner kleinen Klaviersonate op. 49, 2 übernommen und entsprechend instrumentiert.

In der ersten Hälfte des Konzerts erklingt das Septett in B-Dur des schwedischen Komponisten Franz Adolf Berwald (1796-1868). Das Werk hat drei Sätze und wurde im Jahr 1828 komponiert. Inzwischen gilt der zu Lebzeiten eher unbekannte Berwald als der Spätromantiker unter den Komponisten Schwedens. In der Komposition hat Berwald sein Werk in Instrumentierung und Kompositionsstil an Beethoven angelehnt und ebenfalls Melodien in seinen Sinfonien weiterverarbeitet.

Zu Gast ist an diesem Abend das Hartlieb-Septett aus Nürnberg mit Mitgliedern der Staatsphilharmonie Nürnberg und befreundeten Musikern um die in Weißenburg bestens bekannten Musiker Jessica Hartlieb und Roman Strößner.



Karten für diese Veranstaltung gibt es im Kulturamt der Stadt Weißenburg, auf tickets.vibus.de und www.reservix.de .


1 Abend, 15.01.2022
Samstag, 19:00 - 22:00 Uhr
1 Termin(e)
VW 1301
Kulturzentrum Karmeliterkirche, Großer Saal, Luitpoldstraße 9, 91781 Weißenburg
Eintrittspreis:
18,00

Mitglieder: 16,00 €
Ermäßigt: 14,00 €

vhs Weißenburg und Umgebung e.V.

Am Hof 23
91781 Weißenburg

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