BLÄSERSERENADEN von Mozart und Dvořák

Antonín Dvořák: Bläserserenade in d-moll, op.44
W.A. Mozart: Bläserserenade „Gran Partita“ in B-Dur, KV 361

Oboen:     Anselm Wohlfarth (Augsburg/Musikschule Roth) und Evelyn Renner (Augsburg)
Klarinetten: Eberhard Knobloch (RSO München) und Karin Arlt (Nürnberg)
Bassetthörner: Walter Greschl (Musikschule Roth und Leitung) und Peter Wiser (Deggendorf)
Fagotte: Gunter Weyermüller (Staatsorchester Nürnberg) und Wolfgang Dietz (Instrumentenbau Nürnberg)
Hörner:    Peter Fekete (Nürnberger Sinfoniker), Simon Greschl (München), Hendrik Wächter (Erlangen) und Florian Morczinek (auch Violoncello; Ellingen/Weißenburg)
Kontrabass: Gerhard Rudert (Erlangen) und Martin Holzapfel (Scheinfeld)

1878 ließ sich Antonín Dvořák in Wien von einer Aufführung von Mozarts „Serenade B-Dur für Bläser“ KV 361 so sehr beeindrucken, dass er unmittelbar nach seiner Rückkehr innerhalb von zwei Wochen eine eigene Bläser-Serenade komponierte. Nach dem Vorbild Mozarts ergänzte er die Bläserbesetzung mit einer Kontrabassstimme. Im Unterschied zum Vorbild fügte Dvořák zusätzlich eine - teils solistische - Cellostimme ein, wodurch das Klangspektrum der Bläser reizvoll um streicher-typische Effekte (wie z.B. das pizzicato im Menuett) erweitert wird. Kein Geringerer als Johannes Brahms urteilte: „Die Serenade ist wohl das Beste, was ich von Dvořák kenne. Das müssen gute Kapellen mit Wollust blasen.“ Zugegeben: dieses Briefzitat stammt aus dem Sommer 1879, als Dvořáks Karriere erst begann und seine berühmtesten Werke noch lange nicht entstanden waren. Dennoch stellte Brahms die Bläserserenade damit immerhin über namhafte Kompositionen Dvořáks wie die Klänge aus Mähren, die Slawischen Tänze op. 46, das Klavierkonzert, die Streicherserenade E-dur op. 22 oder das (Brahms gewidmete!) Streichquartett d-moll op. 34. Wie auch immer man zu Brahms enthusiastischem Urteil stehen mag: Dvořáks Bläserserenade hat heute einen festen Platz im Konzertrepertoire für Bläser in erweiterter Kammermusikbesetzung.

Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts unterhielten der Kaiser in Wien, sowie betuchte österreichische Adelige sogenannte „Harmoniemusiken“, Bläserensembles mit meist doppelt besetzten Oboen, Hörnern, Fagotten und (ab etwa 1770) Klarinetten. Diese Bläserensembles gehörten zum musikalischen Hauspersonal und standen für abendliche Bankette, Gartenfeste und andere Lustbarkeiten (Serenaden) bereit. Der Kaiser selbst zog hierfür die ersten Musiker aus der kaiserlichen Oper heran. Auch die Joseph Haydns für Fürst Esterhazy geschriebenen „Feldparthien“ stehen in dieser Tradition. Wer der Auftraggeber für Mozarts (zehnte) Bläserserenade war, bleibt im Dunkeln. Auch der Titel „Gran Partita“, unter dem das Werk populär wurde, stammt nicht von Mozart. Das um 1781 entstandene Werk lässt allerdings in Umfang und Erfindungsreichtum die Gelegenheitsmusiken der Zeitgenossen weit hinter sich.



Anmeldeschluss: 28.02.2023

1 Abend, 04.03.2023
Samstag, 19:00 - 21:30 Uhr
1 Termin(e)
ZeitOrt
Sa04.03.2023
19:00 - 21:30 Uhr
Wildbadsaal, Wildbadstraße 11, 91781 Weißenburg Wildbadsaal
VW-1306-231
Eintrittspreis:
20,00

Mitglieder: 18,00 €
Ermäßigt: 16,00 €  

Volkshochschulen Gunzenhausen und Weißenburg

Geschäftsstelle Weißenburg

Am Hof 23
91781 Weißenburg

Tel.: +49 9141 8772280
info@vhs-weissenburg.de
Lage & Routenplaner