Selbstregulation für Kinder mit ADHS
Ein Workshop für Eltern und Pädagog*innen an der vhs Weißenburg 

Mit Scrabble-Spielsteinen ist auf einem Scrabble-Brett ADHS gelegt.
Was ist ADHS

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) ist eine Abweichung von der neurobiologischen Norm-Entwicklung, die sich bereits im Kindesalter zeigt. 
Typische Merkmale sind Unaufmerksamkeit, eine ausgeprägte innere oder äußere Unruhe sowie impulsives Verhalten. Betroffene Kinder lassen sich leicht ablenken, haben Schwierigkeiten, sich über längere Zeit zu konzentrieren, handeln oft spontan und ohne nachzudenken oder zeigen einen starken Bewegungsdrang. Dabei tritt ADHS in unterschiedlichen Ausprägungen auf: Manche Kinder sind vor allem unaufmerksam, andere eher hyperaktiv und impulsiv, bei vielen sind beide Bereiche kombiniert. 
Die Ursachen von ADHS liegen nicht in der Erziehung, sondern vor allem in genetischen Faktoren und Besonderheiten der Gehirnentwicklung. Umweltfaktoren können den Verlauf beeinflussen, gelten jedoch nicht als alleinige Auslöser. ADHS kann bis ins Jugend- und Erwachsenenalter fortbestehen, wobei sich die Symptome im Laufe der Entwicklung häufig verändern.

Diagnose

Die Diagnose wird durch spezialisierte Fachkräfte gestellt und berücksichtigt verschiedene Lebensbereiche des Kindes, etwa Familie und Schule. Die Behandlung erfolgt in der Regel multimodal und kann Elternberatung, Verhaltenstherapie, schulische Unterstützung sowie – je nach Situation – eine medikamentöse Therapie umfassen. Ziel ist es, das Kind in seiner Entwicklung zu unterstützen, seine Stärken zu fördern und den Alltag für alle Beteiligten besser bewältigbar zu machen.

















Herausforderung für Eltern

Für Eltern von Kindern mit ADHS bringt der Alltag besondere Herausforderungen mit sich. Die Erziehung und Organisation erfordern häufig mehr Struktur, Geduld und Konsequenz, etwa bei Routinen, Hausaufgaben oder Übergängen im Tagesablauf. Viele Eltern erleben eine hohe emotionale Belastung durch wiederkehrende Konflikte, Erschöpfung oder Selbstzweifel. 
Hinzu kommen nicht selten Missverständnisse und mangelndes Verständnis im sozialen Umfeld, wenn das Verhalten des Kindes fälschlicherweise als Erziehungsproblem interpretiert wird. Eine weitere Herausforderung besteht darin, die richtige Balance zwischen notwendiger Unterstützung und der Förderung von Selbstständigkeit zu finden, um dem Kind Orientierung zu geben, ohne es zu überfordern.








Wie lässt sich mit dieser Energie im Alltag gut umgehen?

In diesem Workshop erfahren Sie, wie unterschiedliche Reize auf Ihr Kind wirken und an welchen Anzeichen Sie frühzeitig erkennen können, dass eine Überforderung entsteht. Darüber hinaus lernen Sie praxisnahe und leicht umsetzbare Übungen zur Selbstregulation kennen, mit denen Sie Ihr Kind gezielt unterstützen können. Ergänzt wird der Workshop durch einen offenen Austausch in der Gruppe, der Raum für Fragen, Erfahrungen und wertvolle neue Impulse bietet.


Die Referentin

Julia Pfeiffer ist zertifizierter HOCHiX Coach und gibt u.a. Workshops für Eltern und hält Vorträg in Kitas und Schulen. Sie begleitet Menschen, die ADHS haben, hochsensibel oder hochbegabt sind oder als Menschen im Autismus-Spektrum Herausforderungen in ihrer persönlichen Entwicklung erleben. 
Sie verfügt über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung als HR-Managerin und Beraterin in der IT-Branche, im Großhandel sowie in der Bildungsbranche und war dabei unter anderem für standortübergreifende Führung, Konzeptentwicklung, Recruiting sowie strategische Projekte im Personal- und Gesundheitsmanagement verantwortlich.

© Julia Pfeiffer

Alle Infos zum Workshop am 07. Mai 2026 an der vhs Weißenburg: