Musikalische Entdeckungsreise an der vhs Weißenburg:
Besondere Instrumente erleben und selbst bauen!

Musik verbindet, inspiriert und eröffnet neue Welten – und genau das können Sie jetzt an der Volkshochschule Weißenburg erleben! Zum ersten Mal bieten wir Musikkurse an, die Sie in die faszinierende Welt außergewöhnlicher Instrumente entführen: die Ukulele, die Zauberharfe und die Böhmische Harfe.

Diese besonderen Saiteninstrumente sind nicht nur leicht zu erlernen, sondern begeistern mit ihrem einzigartigen Klang und ihrer Vielseitigkeit. Die Kurse richten sich sowohl an Erwachsene als auch an Kinder ab 8 Jahren. Sie können alleine teilnehmen oder gemeinsam mit einem Familienmitglied oder Freund – denn gemeinsam musizieren macht doppelt Spaß!

Ein echtes Highlight ist unser Kurs zum Bau einer eigenen Zauberharfe. Hier können Sie nicht nur ein Instrument spielen, sondern es mit den eigenen Händen erschaffen und so eine ganz besondere Verbindung zur Musik aufbauen.

Lassen Sie sich von der Welt der Saiteninstrumente verzaubern und entdecken Sie die Freude am Musizieren – ganz ohne Vorkenntnisse!


Jetzt anmelden und die ersten Töne Ihrer musikalischen Reise erklingen lassen!

Ukulele

Harfe schnuppern

Zauberharfe bauen

Infos zur Ukulele

Geschichte der Ukulele

Die Ukulele stammt ursprünglich aus Hawaii, hat aber ihre Wurzeln in Portugal. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts von portugiesischen Einwanderern nach Hawaii gebracht, insbesondere von Handwerkern aus Madeira, die kleine gitarrenähnliche Instrumente namens Machete mitbrachten. 

Die Hawaiianer übernahmen und entwickelten das Instrument weiter, gaben ihm den Namen „Ukulele“ (übersetzt etwa „hüpfender Floh“, vermutlich wegen der schnellen Fingerbewegungen beim Spielen) und machten es zu einem zentralen Bestandteil ihrer Musik.

Anfang des 20. Jahrhunderts verbreitete sich die Ukulele in den USA und wurde durch den Hawaii-Boom der 1920er-Jahre populär. Später wurde sie besonders in der Pop- und Folk-Musik eingesetzt und erlebte in den letzten Jahrzehnten ein weltweites Comeback, vor allem durch Künstler wie Israel Kamakawiwo'ole und Jake Shimabukuro.

Spielweise der Ukulele

Die Ukulele hat in der Regel vier Saiten, die oft mit Nylonsaiten bespannt sind. Die Standard-Stimmung ist G-C-E-A (häufig mit einer hohen G-Saite, sogenanntes „reentrant tuning“). Die Ukulele eignet sich hervorragend für rhythmisches Begleiten von Liedern mit einfachen Akkorden. Durch Zupfen einzelner Saiten lassen sich Melodien oder komplexe Arrangements spielen. Hinzu kommen können perkussive Techniken, die durch Schlaggeräusche auf den Saiten oder dem Korpus erzeugt werden.

Besonderheiten der Ukulele

  • Kleine Größe & leichtes Gewicht: Ideal für unterwegs und für Anfänger geeignet.
  • Verschiedene Bauarten: Es gibt vier Hauptgrößen – Sopran, Konzert, Tenor und Bariton, wobei die Sopran-Ukulele die traditionellste und kleinste Variante ist.
  • Fröhlicher Klang: Ihr warmer, heller Ton ist charakteristisch und hat einen hohen Wiedererkennungswert.
  • Vielfältige Musikgenres: Obwohl oft mit hawaiianischer Musik verbunden, wird die Ukulele auch in Pop, Jazz, Blues und sogar Rockmusik eingesetzt.
In seiner Sendung "TV total" präsentierte Stefan Raab häufig musikalische Einlagen mit der Ukulele, bei denen er humorvolle und spontane Musikstücke spielte, die zum Markenzeichen seiner Show wurden.

Infos zur Zauberharfe

Geschichte der Zauberharfe

Die Zauberharfe ist ein relativ modernes Instrument, das aus der Akkordzither entwickelt wurde. Ihren Ursprung hat sie in Deutschland und Österreich und wurde speziell als Einsteigerinstrument für Musikliebhaber entwickelt, die ohne Vorkenntnisse musizieren möchten. Die Idee hinter der Zauberharfe war es, ein Saiteninstrument zu schaffen, das leicht spielbar ist und keine komplizierte Fingertechnik erfordert.

In den letzten Jahrzehnten hat die Zauberharfe besonders in der Musikpädagogik an Beliebtheit gewonnen, da sie das musikalische Erleben ohne Notenkenntnisse ermöglicht.

Spielweise der Zauberharfe

Die Zauberharfe hat mehrere Saiten, die nach einer diatonischen Tonleiter gestimmt sind. Das besondere Merkmal ist ein Notenschieber, der unter den Saiten liegt. Dieser zeigt die Noten als Linien, über die man mit einem Zupfplektrum oder den Fingern hinwegspielt. Dadurch werden falsche Töne automatisch vermieden.


Typische Spielweisen sind:
  • Einzeltonspiel: Für einfache Melodien.
  • Akkordspiel: Mehrere Saiten werden gleichzeitig gezupft, um Begleitakkorde zu erzeugen.
  • Arpeggien: Durch schnelles Zupfen aufeinanderfolgender Töne entsteht ein fließender Klang.

Besonderheiten der Zauberharfe

  • Sehr einfache Spielweise: Ideal für Anfänger, da kein kompliziertes Greifen erforderlich ist.
  • Notenschieber-System: Noten werden direkt unter den Saiten angezeigt, sodass Notenlesen nicht nötig ist.
  • Kompakte Größe: Leicht transportierbar und platzsparend.
  • Vielseitig einsetzbar: Besonders in Schulen, Musiktherapie und Seniorenarbeit beliebt.
  • Weicher, harmonischer Klang: Angenehm und entspannend, erinnert an Zither oder Harfe.
Die Zauberharfe ist ein wunderbares Instrument für Menschen, die schnell und ohne großen Lernaufwand musizieren möchten.

Infos zur Böhmischen Harfe

Geschichte der Böhmischen Harfe

Die Böhmische Harfe war das Instrument der böhmischen Wandermusikanten, die im 19. Jahrhundert durch Europa und Asien zogen, oft in organisierten Musikantenkapellen. Um als Wanderinstrument über weite Strecken getragen werden zu können, war sie sehr leicht gebaut – im Gegensatz zu den eher schweren, robusten Harfen anderer europäischer Regionen, die hauptsächlich als stationäre Hofinstrumente dienten. 

Im 20. Jahrhundert verschwand die Böhmische Harfe weitgehend aus der böhmischen Musiktradition. Allerdings sind in zahlreichen böhmischen Museen noch historische Exemplare erhalten, beispielsweise im Musikmuseum in Prag und im Kreismuseum in Sokolov. Seit etwa 2002 gibt es Bemühungen von Instrumentenbauern in Prag, Pilsen und Příbram, diese Harfen anhand von Museumsexemplaren oder Privatsammlungen zu rekonstruieren.  

Spielweise der Böhmischen Harfe

Die Böhmische Harfe wird ähnlich wie andere Hakenharfen gespielt. Durch das Zupfen der Saiten mit den Fingern erzeugt der Spieler Melodien und Akkorde. Die Halbtonklappen ermöglichen es, die Tonhöhe einzelner Saiten um einen Halbton zu erhöhen, was die Flexibilität beim Spielen verschiedener Tonarten steigert. 

Besonderheiten der Böhmischen Harfe

  • Leichtbauweise: Die Harfe ist so konstruiert, dass sie leicht zu transportieren ist, was sie ideal für Wandermusikanten macht.  
  • Materialien: Traditionell wurde Fichte für Hals und Stange sowie für die Decke verwendet. Moderne Nachbauten nutzen oft Nylon- oder Carbonsaiten anstelle der ursprünglichen Darmsaiten.
  • Halbtonmechanik: Einige historische Modelle verfügten über Metallhaken zum Umstimmen, die als Vorläufer der heutigen Halbtonmechanik gelten. Moderne Versionen sind oft mit justierbaren Halbtonklappen ausgestattet, die eine präzisere Stimmung ermöglichen.  
  • Klangcharakteristik: Die Böhmische Harfe zeichnet sich durch eine schnelle Ansprache, einen voluminösen Bass und einen silbrigen Diskant aus, was sie für verschiedene Musikstile attraktiv macht.  
Heutzutage erlebt die Böhmische Harfe eine Renaissance, insbesondere durch den Bau von Nachbauten und die Integration in verschiedene Musikgenres. Ihr einzigartiger Klang und ihre historische Bedeutung machen sie zu einem faszinierenden Instrument sowohl für Musiker als auch für Musikliebhaber.